Gründung von Korea – ein Mythos um die Entstehung
- Karina
- 2. Okt. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Nov. 2023
Korea birgt eine zauberhafte Legende über seine Entstehung. Dazu gehören ein Tiger, ein Bär und ganz viel Knoblauch.

Jedes Jahr am 3. Oktober wird in Korea der Nationale Gründungstag “Gaecheonjeol” (개천절) gefeiert. Wörtlich übersetzt bedeutet der Name: der Tag, an dem sich der Himmel öffnete. Doch was genau steckt dahinter und weshalb wird der Feiertag, der übrigens ebenso in Nordkorea zelebriert wird, so genannt?
Die Wurzeln dieses Tages reichen zurück bis zur Gründung von Gojoseon im Jahr 2333 v. Chr., dem ersten Königreich auf der koreanischen Halbinsel. Um diesen magischen Zeitpunkt spinnt sich die Legende, die den Gründungstag prägt. Es heißt, im Himmel regierte einst der majestätische König Hwanin (환인). Sein Sohn, Hwanung (환웅), sehnte sich danach, unter den Menschen zu leben und sie anzuführen. Mit dem Segen seines Vaters und der Begleitung von 3000 Gesandten stieg er auf den Berg Baekdu herab und gründete dort die Stadt Shinshi (신시 – "Göttliche Stadt"). Als Herrscher war Hwanung für Wind, Regen und Wolken verantwortlich.
In den nahegelegenen Wäldern lebten ein Tiger und ein Bär, die beide den gleichen Traum hegten: menschlich zu werden. Eines Tages suchten Hwanung auf und baten ihn, sie in Menschen zu verwandeln, doch Hwanung stellte ihnen eine Aufgabe: Sie sollten für 100 Tage in einer Höhle bleiben und sich nur von Beifuß und Knoblauch ernähren. Der Tiger ließ sich schnell davon entmutigen und gab bereits nach etwa 20 Tagen auf, aber der Bär blieb standhaft und wurde zur Belohnung in eine wunderschöne Frau verwandelt.
Mit der Zeit sehnte sich diese Frau nach Gesellschaft und bat Hwanung um einen Sohn. Hwanung, gerührt von ihrer Entschlossenheit und Reinheit des Herzens, wurde selbst ein Mensch und nahm sie zur Frau. Gemeinsam bekamen sie einen Sohn, namens Dangun (단군). Dangun gründete später das erste koreanische Königreich Gojoseon und wurde sein erster legendärer König.

Auch wenn diese Erzählung mehr Legende als Geschichte ist, bleibt sie tief in den Herzen der Koreaner verwurzelt. Sie zeigt die tiefe Verbindung des koreanischen Volkes mit der Natur und dem Göttlichen und bleibt ein fester Bestandteil ihrer Kultur und Identität.
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